Die häufigste Ursache für akut auftretende Rückenschmerzen sind muskuläre Verspannungen. Auslöser sind zumeist psychische Anspannung oder Fehlbelastungen. Auch eine falsche Schlafposition durch zu harte oder weiche Kopfkissen oder Matratzen kann zu Rückenproblemen führen. Kurzfristig können hier muskelentspannende Medikamente gegeben werden, die meist nachhaltiger wirken als die typischen Schmerzmittel (ASS, Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac).

Eine nichtmedikamentöse und gut verträgliche Therapie stellt die Akupunktur dar. Nachdem in einer groß angelegten Studie die überlegende Wirksamkeit der Akupunktur nachgewiesen wurde, werden die Behandlungskosten mittlerweile von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Bei einem Bandscheibenvorfall kann es zu einer Nervenschädigung kommen. In solch einem Fall kommen zu den üblichen Rückenschmerzen weitere Schmerzqualitäten, wie Brennen, Kribbeln, o.ä. hinzu. Ob die Rückenschmerzen eine sogenannte neuropathische Komponente beinhalten, kann der behandelnde Arzt mit dem painDETECT-Fragebogen abklären, den der Patient ausfüllen muss. Liegt die daraus errechnete Punktzahl oberhalb eines bestimmten Richtwertes, handelt es sich mit großer Sicherheit um neuropathische Schmerzen. In diesem Fall können Medikamente aus einer bestimmten Substanzklasse der Antiepileptika besser Linderung verschaffen als zentral oder peripher wirksame Schmerzmittel.

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