Jogger sind gesünder als Walker,
Walken ist gesünder als Joggen!

Wie geht das denn?

Ganz einfach:
Um Joggen und Walken miteinander vergleichen zu können haben die Forscher die Metabolischen Äquivalente (MET = Energieverbrauch in kcal je kg Körpergewicht/Stunde) beider Sportarten errechnet.
Für die Studie wurden 33.000 Jogger und 16.000 Walker über einen Zeitraum von 6 Jahren beobachtet. Gemessen wurde das Auftreten von Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie und koronare Herzkrankheit (KHK) in beiden Gruppen. Dabei kam heraus, dass je höher der Grad an sportlicher Aktivität ist, desto niedriger ist das Risiko für kardiovasculäre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall).

Die Jogger waren gemessen an den absolut verbrauchten METs sportlich deutlich aktiver als die Walker. Bei gleichem Energieverbrauch jedoch unterschieden sich Jogger und Walker in Bezug auf die Risikoreduktion kaum voneinander:

Joggen:
Diabetesrisiko -12 %
KHK-Risiko -4.5 %
Bluthochdruck-Risiko -4.3 %
Hypercholesterinämie -4.3 %

Walken:
Diabetesrisiko -13.3 %
KHK-Risiko -9.3 %
Bluthochdruck-Risiko -7.3 %
Hypercholesterinämie -7.0 %

pro MET-Stunde pro Tag.

Damit ist die Risikominimierung beim Walken sogar besser.

Trotzdem sollte jeder die Sportart betreiben, die ihm am meisten Spass macht und motiviert diese auch regelmäßig zu betreiben. Denn je höher der Grad an regelmäßiger sportlicher Aktivität, desto niedriger das Risiko für Gefäßerkrankungen und Diabetes!
Und im Vergleich zu Nichtläufern, leben Jogger bis zu 6 Jahre länger!
Die besten Aussichten haben Jogger, die höchstens dreimal pro Woche insgesamt 1 bis 2,4 Stunden bei niedrigem bis mittlerem Tempo laufen.

Quelle: AmJ Epidemiology 2013; online 28. Febr.

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