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   Chinesische Medizin

Die Akupunktur

Das Bild eines Körpers, der mit Nadeln scheinbar nach dem Zufallsprinzip gespickt ist, ist vielleicht die typische Vorstellung von chinesischer Medizin, die damit auf einen über 3000 Jahre alten Erfahrungsschatz zurückgreift.

TCM-ArztAkupunkturnadeln im Einsatz

Die Kenntnis über die Leitbahnen (Meridiane) ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung einer erfolgreichen Akupunktur-Therapie. Auf diesen Leitbahnen liegen die zu beeinflussenden Akupunkturpunkte: Es gibt 6 Yin- und 6 Yang- Leitbahnen, die den jeweiligen Funktionskreisen (Organen) zugeordnet werden. Darüberhinaus gibt es weitere 8 Sonderleitbahnen, jedoch  besitzen nur zwei von ihnen Akupunkturpunkte. Über diese Akupunkturpunkte wird durch unterschiedliche Nadeltechniken eine Beeinflussung des Qi vorgenommen.

Wenn der Therapeut die Nadel setzt, versucht er zuerst in den Leitbahnen das Qi zu finden. Wenn das Qi mit der Nadel erreicht wurde, wird dieses vom Patienten häufig als dumpfer oder "elektrisierender" Schmerz wahrgenommen. Diese Sensation wird als Deqi bezeichnet. Die Einstichstelle fängt an, "schwer" zu werden, wobei sich im weiteren Verlauf das Gefühl auf den gesamten Körperbereich ausbreiten kann. Das Ansprechen auf die Nadelung an sich zeigt aber nicht, ob die Akupunktur erfolgreich wirkt. Daher sollten Patienten, die wenig oder nichts empfinden, nicht denken, dass die Behandlung bei ihnen wirkungslos ist. Die Nadeln verbleiben gewöhnlich über mindestens 20 Minuten. In Einzelfällen kann die Zeit auf über 1 Stunde ausgedehnt werden.

Viele Therapeuten schlagen je nach Erkrankung eine Behandlungsdauer von fünf bis zehn Sitzungen vor, um dann Rückschlüsse auf den weiteren Therapieverlauf zu ziehen und sich erneut mit dem Patienten zu besprechen. Wichtig ist, dass der Patient jederzeit weiss, wie das Therapieprogramm aussieht, und welche Schritte er akzeptiert hat und welche nicht.

Nebenwirkungen der Akupunktur

Am Häufigsten kann es zu kleinen Blutungen an der Einstichstelle kommen, je nach Körperregion können auch kleine Hämatome (blaue Flecken) auftreten. Vereinzelt kann es auch zu Benommenheit, Übelkeit oder auch Kreislaufproblemen kommen, jedoch sind solche extremen Nebenwirkungen sehr selten.

Moxibustion

Bei der Moxibustion wird getrocknetes Beifußkraut (Artemisia vulgaris) entweder direkt oder indirekt über der Haut an speziellen Akupunkturpunkten abgebrannt. Moxa brennt langsam ab und verbreitet dabei einen typischen Moschusgeruch. Diese Art der Therapie wird häufig als Ergänzung bei Kälte-Krankheiten angewendet.
Bei der direkten Moxibustion wurd ein Moxakegel auf der Haut abgebrannt, bis eine Brandblase entsteht, deren Bildung nach den alten Schriften zufolge für eine Heilung unerlässlich ist.
In der westlichen TCM wird jedoch fast ausschliesslich die indirekte Moxibustion angwendet: Hierbei wird eine Knoblauch- oder Ingwerscheibe unter den Moxakegel geschoben, um eine Überhitzung der Haut zu verhindern. Um die Wärme besser in die Tiefe zu leiten, werden die Moxakugeln auf der Spitze von Akupunkturnadeln abgebrannt.

Therapeutenauswahl

Schulmediziner, die eine Akupunktur anbieten (Zusatzbezeichnung; Akupunktur), sind nicht unbedingt in chinesischer Medizin ausgebildet. Sie sind vielleicht in der Lage, geringfügige Leiden wie lokale Schmerzen zu lindern, können aber meist keine Diagnose und Behandlung entsprechend den Prinzipien und Theorien der chinesischen Medizin bieten. Es ist ratsam sich über die entsprechende Qualifikation des Therapeuten vorher zu erkundigen.

Zwei Ärztelisten anerkannter Fachgesellschaften finden Sie hier... -->

Studien über die Wirkung von Akupunktur finden Sie in unserem Blog hier... -->